Das Projekt "Gesundheit hat kein Alter: Transfer Steiermark" auf einen Blick

Die Eckdaten

In einer Kooperation von Styria vitalis als Projektträger und der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse als operativen Kooperationspartner sowie mit der finanziellen Unterstützung des Fonds Gesundes Österreich, dem Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger und dem Land Steiermark wird „Gesundheit hat kein Alter“ strukturell transferiert.

Das Projekt „Gesundheit hat kein Alter: Transfer Steiermark“ hat im Jänner 2015 gestartet und hat eine 30-monatige Projektlaufzeit.

Das Projekt ist als Transferprojekt konzipiert, um die Erfahrungen, die Erhebungsinstrumente und das Programm zur Bewegungsförderungsintervention aus dem Wiener Pilotprojekt „Gesundheit hat kein Alter“ (2011-2012) auf fünf teilnehmende, steirische Pflegeheime übertragen und weiterentwickeln zu können.

Evaluiert wird das Projekt von Dr. Karl Krajic von FORBA.

Fünf steirische Pflegeheime nehmen am Projekt teil.

Gesundheitsförderung im Pflegewohnheim

Gesundheit hat kein Alter: Gesundheit ist ein zentrales Thema für Menschen aller Altersstufen. Ob Jung oder Alt, jeder von uns trägt gesunde Anteile in sich. Hier setzt die Gesundheitsförderung an, indem sie Stärken fördert und auf vorhandene Ressourcen aufbaut.

Die Gestaltung der Lebens- und Arbeitswelten hat einen bedeutenden Einfluss auf unsere Gesundheit. Das gilt natürlich auch für die Pflegewohnheime: Die Bewohnerinnen und Bewohner haben hier ihren Lebensmittelpunkt. Wie die alltäglichen Lebensbereiche wie Wohnen, Essen, individuelle und soziale Aktivitäten und Aufgaben gestaltet sind, wirkt sich maßgeblich auf die subjektive Lebensqualität, aber auch auf die Mobilität und Selbstständigkeit aus. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – auch ehrenamtliche – verbringen hier ebenfalls einen großen Teil ihrer Zeit, sie sind durch die Arbeitsbedingungen betroffen. Angehörige sind wichtige Betroffene, aber auch eine Ressource im Pflegealltag.

Für Gesundheitsförderung ist es nie zu spät: Regelmäßige körperliche, geistige und soziale Aktivität, gesunde Ernährung, sinnstiftende Tätigkeiten, gute Arbeitsbedingungen, aktive Beteiligung an Gestaltungsprozessen und die Stärkung sozialer Netzwerke tragen maßgeblich zu einem gesunden Altern bei.

Das Projekt will die Lebens- und Arbeitswelt Pflegewohnheim gesundheitsförderlich gestalten

Damit beschreitet die Gesundheitsförderung einen neuen Weg. Deswegen starten wir in fünf steirischen Pflegeheimen und wollen dort eine gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitswelt schaffen.

Wir wenden uns an BewohnerInnen, angestellte und ehrenamtliche MitarbeiterInnen sowie Angehörige. Das Management ist ein zentraler Partner.

Im Transferprojekt werden verschiedene Ansätze und Angebote, die zuvor im Pilotprojekt speziell für SeniorInnen entwickelt und auf ihre Umsetzbarkeit geprüft wurden, auf andere Häuser übertragen. So fließen die gesammelten positiven Erfahrungen aus dem Pilotprojekt in die Gestaltung eines gesundheitsförderlichen Pflegeheims mit ein.

Darüber hinaus soll die Notwendigkeit von Gesundheitsförderung in der Altenbetreuung und -pflege stärker thematisiert und die Möglichkeiten zur Umsetzung weiter ausgebaut werden. Eine Transfergruppe mit VertreterInnen steirischer AkteurInnen, Fördergebern und Umsetzungspartnern prüft die Umsetzbarkeit und unterstützt den Transfer von Gesundheitsfördermaßnahmen und dem Bewegungsförderungsprogramm im Kontext Pflegeheim.

Die wichtigsten Schritte

  1. Erhebung des Bedarfs
    Was wünschen sich bzw. brauchen BewohnerInnen, MitarbeiterInnen, Ehrenamtliche, Angehörige und das Management, damit sich ihre Lebens- und Arbeitswelt positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken?
  2. Entwicklung einer gemeinsamen Strategie
    Die Ergebnisse der Bedarfserhebung stellen die Basis für die nächsten Schritte dar. Gemeinsam wird mit den Heimen eine gesundheitsförderliche Gesamtstrategie erarbeitet, konkrete Veränderungen und Angebote werden geplant.
  3. Umsetzung der Maßnahmen
    Es werden Aktivitäten gesetzt, um die Lebens- und Arbeitswelt Pflegewohnheim gesundheitsförderlicher zu gestalten. Konkret werden für die BewohnerInnen Angebote entwickelt und umgesetzt, welche die Selbstständigkeit fördern und die Beweglichkeit steigern sollen. Für die MitarbeiterInnen und Ehrenamtlichen, sowie die Angehörigen werden ebenso gesundheitsförderliche Maßnahmen und Initiativen umgesetzt.
  4. Die Ergebnisse
    Die gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse fließen als good-practice Beispiele in die Transfergruppe ein, damit Empfehlungen zur Übertragbarkeit in andere Pflegewohnheime geprüft und formuliert werden können.